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GmbH — der etablierte Klassiker

Die [GmbH] ist seit 1892 die wichtigste Rechtsform für mittelständische Unternehmen in Deutschland. Sie kombiniert Haftungs-Beschränkung mit hoher Außenwirkung und steuerlicher Flexibilität. Der Eintrittspreis: 25.000 Euro Stammkapital, davon mindestens 12.500 Euro vor Eintragung einzahlbar.

Die folgenden Inhalte sind eine Zusammenstellung öffentlich verfügbarer Informationen, ergänzt um eigene Erfahrungen aus dem Aufbau und Betrieb der Vertex Holding UG. Sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Für rechtsverbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen Notar, Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Die Empfehlungen für Werkzeuge und Dienste sind unverbindliche Hinweise. Es bestehen keine Werbe- oder Provisionsverhältnisse zu den genannten Anbietern.

Stand: Mai 2026. Gesetze, Verfahren und Anbieter ändern sich. Wir bemühen uns um Aktualität, übernehmen aber keine Gewähr. Transparenz-Erklärung lesen

Eckdaten der GmbH

Mindest-Stammkapital: 25.000 Euro Bei Eintragung: mindestens 12.500 Euro eingezahlt Maximal-Gründer: keine Obergrenze Mindest-Geschäftsführer: einer (kann gleichzeitig Gesellschafter sein) Haftung: beschränkt auf Gesellschaftsvermögen Buchführung: doppelte Buchführung Bilanz: Veröffentlichungs-Pflicht im Bundesanzeiger Thesaurierungspflicht: keine Sacheinlagen: zulässig (mit Werthaltigkeitsprüfung)

Vorteile

Volle Außenwirkung. Eine GmbH wirkt seriös, etabliert, verlässlich. Banken, Großkunden, internationale Partner haben keine Vorbehalte. Bei Ausschreibungen oft Mindestanforderung.

Sacheinlagen möglich. Bestehende Werte (Software, Maschinen, Patente, Bestände) können als Stammkapital eingebracht werden — mit Werthaltigkeits-Bewertung durch einen Sachverständigen.

Keine Thesaurierungspflicht. Gewinne können vollständig ausgeschüttet werden, sobald Sie das wollen. Keine Zwangs-Rücklage wie bei der UG.

Höhere Kreditwürdigkeit. Mit 25.000 Euro Stammkapital + guter Eigenkapital-Quote stehen Banken offener.

Steueroptimierung über Holding. GmbH-Anteile können in eine Holding eingelegt werden — mit allen Vorteilen des § 8b KStG.

Nachteile

Eintrittspreis 25.000 Euro. Mindestens 12.500 vor Eintragung, restliche 12.500 später einforderbar (rechtlich aber kein Verzichts-Spielraum). Wer das nicht aufbringen kann, sollte UG wählen.

Komplexere Gründung. Notarkosten und Handelsregister-Gebühren sind höher (Geschäftswert 25.000 Euro statt 30.000 Euro Mindest bei UG). Notarkosten ca. 500-1.500 Euro.

Sacheinlagen sind aufwendig. Wer Sacheinlagen einbringen will, braucht einen Sachverständigen (typisch Wirtschaftsprüfer) für die Werthaltigkeits-Bewertung. Kosten: 500-3.000 Euro zusätzlich.

Pflicht-Apparat groß. Buchführung, Bilanz, Veröffentlichung, ggf. Wirtschaftsprüfer (bei Mittel- und Großgesellschaften), Steuererklärungen.

Verkauf von Anteilen aufwendig. GmbH-Anteile können nur durch Notarbeurkundung übertragen werden. Das schützt vor Wildwuchs, ist aber mit Kosten verbunden.

Wann eine GmbH die richtige Wahl ist

  • Startkapital 25.000 Euro+ verfügbar
  • Sie planen klassisches Mittelstands-Geschäft
  • Außenwirkung wichtig (B2B, Großkunden, Banken)
  • Reinvestition oder Ausschüttung soll flexibel sein
  • Wachstum geplant, ggf. mit Investor-Einstieg

Wann eine GmbH nicht die richtige Wahl ist

— Startkapital unter 25.000 Euro → UG — Geschäftsmodell unsicher → UG zum Antesten, später umwandeln — Sehr kleines Geschäft mit geringem Risiko → Einzelunternehmen oder GbR

Stand: Mai 2026